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Predigt
in der St. Georgskirche, Toronto

Gnade sei mit uns und Friede von Gott, unserem Vater und unserem Herrn Jesus Christus.
Text: Mein erst Gefühl sei Preis und Dank.....(EKG 350/ EG)

Liebe Gemeinde!
In diesem Gottesdienst wollen wir über das Morgenlied nachdenken, von dem wir schon am Anfang des Gottesdienstes die ersten Strophen gesungen haben.
"Mein erst Gefühl sei Preis und Dank"
Es ist nicht nur ein Lied, sondern auch ein Gebet. Es wurde im Jahre 1757 von Christian Fürchtegott Gellert geschrieben, der zusammen mit 12 Geschwistern in einer Pfarrersfamilie aufwuchs.
Er war ein Professor für Dichtkunst, Beredsamkeit und Moral in Leipzig und ein bescheidener und gottesfürchtiger Mann.
Er hat viele Fabeln und geistliche Kirchenlieder geschrieben, von denen einige in unserem Gesangbuch stehen, z.B. Jesus lebt, mit ihm auch ich.... Christian Fürchtegott Gellert schrieb unser Lied für den frühen Morgen. So sollte unser Tag beginnen, indem wir Gott zuerst loben und preisen, zu ihm singen oder beten, weil er uns in dieser Nacht bewacht hat.
Er hat unser Leben beschützt, als wir geschlafen haben und nichts über uns selbst wußten. Gott ist bei uns, ihm vertrauen wir uns ganz an.
Wenn wir am Abend um sein Behüten durch die Nacht bitten, dann ist es richtig, am Morgen zuerst Gott zu danken, daß wir wieder aufgewacht sind und er uns nun diesen neuen Tag schenkt.

Wie fangen wir eigentlich unseren Tag an? Gibt es eine Routine, die jeden Morgen abläuft? Es wäre gut, wie in unserem Lied, mit einem Gebet anzufangen. Oft genug beginnen wir wohl auch den Tag, indem wir uns Sorgen machen. Wir denken darüber nach, wie wir alles schaffen können, wie uns alles gelingt. Manche Tage sind so ausgefüllt, daß wir nicht wissen, wie wir alles bewältigen können.
Es ist gut, den Tag mit einem Dank zu beginnen, so wie wir es in den ersten 3 Strophen am Anfang des Gottesdienstes schon getan haben. Jeder Tag ist ein neuer Tag aus Gottes Hand.
Verse 1-3
Mein erst Gefühl sei Preis und Dank,
erheb ihn, meine Seele!
Der Herr hört deinen Lobgesang,
lobsing ihm, meine Seele!

2. Mich selbst zu schützen ohne Macht
lag ich und schlief in Frieden.
Wer schafft die Sicherheit der Nacht
und Ruhe für die Müden?
3. Du bist es, Herr und Gott der Welt,
und dein ist unser Leben;
du bist es, der es uns erhält
und mir's jetzt neu gegeben.
Lassen Sie uns die Verse 4-6 gemeinsam singen:
4. Gelobet seist du, Gott der Macht,
gelobt sei deine Treue,
daß ich nach einer sanften Nacht
mich dieses Tags erfreue.
5. Laß deinen Segen auf mir ruhn,
mich deine Wege wallen,
und lehre du mich selber tun
nach deinem Wohlgefallen.
6. Nimm meines Lebens gnädig wahr,
auf dich hofft meine Seele;
sei mir ein Retter in Gefahr,
ein Vater, wenn ich fehle.

Die 4. Strophe beginnt mit einem Lob Gottes und fasst die Strophen 1-3 noch einmal zusammen. Es kommt noch die Bitte um Freude für diesen Tag dazu. Es ist wichtig, daß wir uns auch freuen können und den Tag gern aus Gottes Hand nehmen. Danach kommt die Bitte für den Tag, für das, was wir vorhaben. Gott soll mit seinem Segen bei uns sein. Dann wird es uns gelingen, den Tag gut auszufüllen.
Es gibt uns Kraft zu wissen, daß wir nicht allein durch den Tag gehen. Gott ist mit seinem Segen bei uns und hilft uns, auch schwere Zeiten durchzustehen. Wenn wir unsere Wege unter Gottes Segen stellen, können mehr schaffen, als wir uns selbst zugetraut hätten. Wir brauchen auch vor schweren Tagen keine Angst zu haben und können Jesus nachfolgen und nach seinem Willen handeln. Wir bekommen Sicherheiten für unser Leben, auch wenn wir uns manchmal sehr unsicher oder allein fühlen.
Gott ist für uns da, auch wenn es gefährlich wird. Wir alle werden behütet, öfter, als wir es selbst wahrnehmen. Gott ist da, selbst wenn wir etwas falsch machen oder von unserem guten Weg abkommen. Er vergibt uns unsere Schuld durch Jesus Christus und wir dürfen einen neuen Anfang machen. So bekommen wir Halt für unser Leben.

Die letzten Strophen sind Bitten, daß alles gelingen möge, daß wir alles so gut, wie möglich bewältigen können.
Singen: Str.7-10
7. Gib mir ein Herz voll Zuversicht,
erfüllt mit Lieb und Ruhe,
ein weises Herz, das seine Pflicht
erkenn und willig tue:
8. daß ich als ein getreuer Knecht
nach deinem Reiche strebe,
gottselig, züchtig und gerecht
durch deine Gnade lebe;
9. daß ich, dem Nächsten beizustehn,
nie Fleiß und Arbeit scheue,
mich gern an andrer Wohlergehn
und ihrer Tugend freue;
10. daß ich das Glück der Lebenszeit
in deiner Furcht genieße
und meinen Lauf mit Freudigkeit,
wenn du es willst, beschließe.

Ein Herz voll Zuversicht, erfüllt mit Lieb und Ruhe, das brauchen wir auch heute. Ohne Hoffnung ist alles schwer und wir kommen nicht gut zurecht. In unserer unruhigen Zeit brauchen wir die Ruhe, die uns hilft, alles richtig wahr zu nehmen und nicht nur oberflächlich auf eine Sache zu sehen. Mit Liebe und Ruhe läßt sich vieles regeln. So erkennen wir auch, wo unsere Pflichten sind und erledigen sie gerne und sehen sie nicht nur als ein Muß an. Wenn wir erfüllt sind mit Liebe und Ruhe, dann finden wir auch richtige Wege aufeinander zu und zu Gott.
Wir lassen uns nicht von Nebensächlichkeiten ablenken. Es ist uns wichtig, daß es anderen gut geht und wir einander dienen. Wir wollen mit unseren Gedanken bei unserer Arbeit sein und alles so gut tun, wie es uns möglich ist.

In unserem Lied und Gebet geht es noch weiter:
Nach Gottes Willen und in seiner Gnade wollen wir leben und nie das Reich Gottes aus unseren Augen verlieren. Es ist wichtig, daß wir nicht einfach so in den Tag hinein leben, sondern ein Ziel vor Augen haben. Für immer gehören wir zu Gott, auch wenn eines Tages unser Leben zu Ende ist. Wir bleiben in Gottes Hand.
Daraus ergibt sich die Bitte, die Zeit sinnvoll zu nutzen, in Ruhe und Weisheit auf jeden einzelnen Tag zu sehen und füreinander da zu sein. Sicher haben Sie das selbst schon oft gemerkt:
Wenn wir unseren Tag dankbar annehmen und Gott bitten, bei uns zu sein, dann finden wir die Wege, die wir gehen können. Manches, was uns vorkam, als könnten wir es gar nicht schaffen, ist plötzlich gar kein großes Hindernis mehr. Wir fühlen uns geborgen und fühlen die Kraft, die wir brauchen, in uns. Und wenn wir schließlich am Abend wieder auf diesen Tag, den wir so angefangen haben, zurücksehen, dann haben wir erneut viel Grund zum Danken. So ist es wie ein Kreislauf, der nie aufhört. Unser Lob und Dank unsere Bitte Gott gegenüber gehört selbstverständlich dazu.
Wir beziehen Gott in jeden Tag unseres Lebens mit ein. Das gibt uns neuen Mut und macht uns stark für alles, was auf uns zukommt. Am Ende der Predigt möchte ich die Gedanken dieses Liedes einmal in einem Gebet zusammenfassen, daß wir jetzt noch gemeinsam beten wollen:

Gott, unser Vater,
ich danke Dir und preise Dich,
weil du mich in dieser Nacht beschützt hast.
Ich danke Dir, daß Du für mich da bist.
Du behütest mich und bist mir treu.
Sei mit deinem Segen bei mir.
Zeige mir, wo ich gebraucht werde.
Auf Dich hoffe ich, auch wenn ich in Gefahr bin
und Fehler mache.
Du ermöglichst mir einen neuen Anfang.
Gib mir Hoffnung und Zuversicht
und laß mich mit Liebe und Ruhe
durch meine Zeit gehen.
Jeden neuen Tag darf ich als Geschenk
aus Deiner Hand nehmen.
Ich darf für andere da sein,
und das Reich Gottes mit bauen.
Laß mich glücklich und zufrieden sein
und einst Eingang in Dein ewiges Reich finden. AMEN.

Der Friede Gottes, der weiter reicht als wir denken können, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus, unserem Herrn. AMEN



Meditation über das Lied: „Er ist erstanden, Halleluja“ EG 116

Dieses fröhliche Osterlied stammt ursprünglich aus Tansania und wurde aus dem Suaheli-Lied »Mfurahini, Haleluya« von Bernard Kyamanywa (Kiamanua) im Jahr 1966 gedichtet. Bernhard Kyamanywa wurde 1938 geboren.
Als Waisenkind wurde er von der “Bethel Mission” aufgenommen und von einer deutschen Diakonisse erzogen. Er wurde zuerst Lehrer und arbeitete ab 1968 als lutherischer Pastor in Tansania.
Auch die schwungvolle Melodie stammt aus Tansania.

1 Er ist erstanden, Halleluja. Freut euch und singet, Halleluja.
Denn unser Heiland hat triumphiert, all seine Feind gefangen er führt.
Laßt uns lobsingen vor unserem Gott, der uns erlöst hat vom ewigen Tod.
Sünd ist vergeben, Halleluja! Jesus bringt Leben, Halleluja!
Mit einfachen Worten wird die Osterbotschaft zusammengefaßt.
Wir dürfen singen und fröhlich sein, weil Jesus auferstanden ist.
Durch unser Singen machen wir unsere Osterfreude sichtbar. Endlich dürfen wir nach der Passionszeit wieder “Halleluja” singen und auf diese Weise Gott loben und preisen. Jesus hat alle seine Feinde besiegt und hat den Sieg über alles Böse errungen.
Das ist mehr, als wir uns vorstellen können.
Da, wo es am Karfreitag so aussah, als hätte das Böse das Gute endgültig überwunden, wurde diese Aussage zu Ostern umgekehrt:
Jesus ist auferstanden und hat dadurch alle seine Feinde in ihrer Endgültigkeit besiegt. Wir gehören zu Jesus und dürfen an diesem Sieg teilhaben.
Deshalb können wir fröhlich sein und andere mit unserer Fröhlichkeit anstecken.

2 Er war begraben drei Tage lang. Ihm sei auf ewig Lob, Preis und Dank;
denn die Gewalt des Tods ist zerstört; selig ist, wer zu Jesus gehört.
Laßt uns lobsingen vor unserem Gott, der uns erlöst hat vom ewigen Tod.
Sünd ist vergeben, Halleluja! Jesus bringt Leben, Halleluja!
Hier wird noch einmal auf das Geschehen von Karfreitag bis Ostersonntag hingewiesen. Jesus war drei Tage lang begraben. Wir können nicht ermessen, wie schwer sein Tod war und durch welches Leid er hindurchgehen mußte, um das Böse und den Tod zu besiegen.
Wenn wir singen: “Er war begraben drei Tage lang”, richten sich unsere Gedanken noch einmal auf das finstere Tal des Todes, das Jesus für uns alle durchschritten hat.
Sein Licht leuchtet auch in die tiefste Finsternis des Todes und deckt das Böse auf.

Durch die Auferstehung Jesu gibt es nirgendwo mehr die totale Finsternis.
Wenn wir zu Jesus gehören, dürfen wir selig, d.h. glücklich sein, weil wir wissen, daß der Tod nicht mehr das Letzte und Endgültige ist. Es gibt ein ewiges Leben bei Gott.
Dafür wollen wir für immer und ewig dankbar sein.

3 Der Engel sagte: »Fürchtet euch nicht! Ihr suchet Jesus, hier ist er nicht.
Sehet, das Grab ist leer, wo er lag: er ist erstanden, wie er gesagt.«
Laßt uns lobsingen vor unserem Gott, der uns erlöst hat vom ewigen Tod.
Sünd ist vergeben, Halleluja! Jesus bringt Leben, Halleluja!

Im Osterevangelium finden die Frauen das leere Grab.
Jesus ist nicht mehr da, wo die Frauen ihn vermuten. Etwas nie dagewesenes ist geschehen. Er ist auferstanden. Er ist nicht mehr tot.
Das ist mehr, als die Frauen, seine Jünger und wir alle verstehen können. Durch die Auferstehung Jesu, ist etwas größeres geschehen, als wir es uns je wirklich vorstellen können.
Deshalb sagt der Engel: “Fürchtet Euch nicht!”
Wir dürfen uns auf Gott verlassen, der uns liebt und mehr für uns tut, als wir wahrnehmen können.
Wenn Gott in unsere Welt eingreift, hören wir diese Worte: ”Fürchtet Euch nicht”. So sagte der Engel zu Maria, als er ihr die Geburt des Sohnes Gottes ankündigte, So sagten es die Engel zu den Hirten, als sie ihnen die frohe Nachricht von der Geburt des Heilandes und Messias überbringen.
So hat es der Engel zu den Frauen gesagt, die erschrocken waren, als sie das leere Grab vorfanden und nicht wußten, was geschehen war. Gott sagt auch zu uns: ”Fürchte Dich nicht - Fürchtet Euch nicht”, denn Jesus ist auch für Dich, Euch und für uns alle auferstanden!
Daran wollen wir denken, wenn uns heute Böses begegnet, wir Probleme haben oder der Tod uns Angst macht.
Jesus ist und bleibt das Licht der Welt. An ihn dürfen wir uns wenden und auf ihn dürfen wir uns verlassen.

4 »Geht und verkündigt, daß Jesus lebt, darüber freu sich alles, was lebt.
Was Gott geboten, ist nun vollbracht, Christ hat das Leben wiedergebracht.«
Laßt uns lobsingen vor unserem Gott, der uns erlöst hat vom ewigen Tod.
Sünd ist vergeben, Halleluja! Jesus bringt Leben, Halleluja!

Hier werden wir alle angesprochen.
Wir sollen gehen und verkündigen, daß Jesus lebt.
Wir sollen die Osterfreude lebendig werden lassen und andere mit einbeziehen. Echte Freude wirkt ansteckend, man kann sie nicht verstecken.
Alle sollen sich freuen, daß Jesus lebt, alle sollen wissen, daß das Leben über den Tod gesiegt hat.
Diese Botschaft betrifft jede und jeden, weil sich dadurch die Sichtweise auf unser Leben verändert. Wir sind erlöst vom ewigen Tod, wir sind erlöst von der Vorstellung, daß der Tod das allerletzte ist. Durch die Auferstehung Jesu dürfen wir das ewige Leben erwarten.
Das ist der einzige wirkliche Trost, wenn wir von einem Menschen Abschied nehmen müssen. In Gottes Händen sind wir für immer geborgen.
Wir sollen aktiv werden, anderen die frohe Botschaft von Jesus bringen und ihnen erzählen, daß sein Licht in jede Dunkelheit hineinstrahlt. Die uneingeschränkte Liebe Jesu wollen wir sichtbar machen und weitergeben.
Die Auferstehung Jesu macht auch uns fröhlich und lebendig und gibt uns die Kraft, uns für das Leben und das Gute einzusetzen. Auf diese Weise bekommen wir auch den Mut, den ersten Schritt zu gehen, die Wahrheit ans Licht zu bringen und wirklich füreinander da zu sein.

5 Er ist erstanden, hat uns befreit; dafür sei Dank und Lob allezeit.
Uns kann nicht schaden Sünd oder Tod, Christus versöhnt uns mit unserm Gott.
Laßt uns lobsingen vor unserem Gott, der uns erlöst hat vom ewigen Tod.
Sünd ist vergeben, Halleluja! Jesus bringt Leben, Halleluja!

Durch die Auferstehung Jesu sind wir befreit von Sünde und Tod.
Wir brauchen nicht mit der Last unserer Fehler und Übertretungen zu leben. Jesus Christus hat uns mit Gott versöhnt.
Durch ihn vergibt uns Gott und schenkt uns einen neuen Anfang. Wir dürfen aufatmen und erleichtert und befreit weitergehen.
Das macht uns fröhlich und dankbar und gibt uns neue Hoffnung, Mut und Kraft. Das, was Jesus Christus uns ermöglicht hat, wollen wir auch untereinander tun. Wir wollen einander verzeihen und die Liebe zwischen uns wachsen lassen. Dann sind wir wirklich füreinander da und die Gemeinschaft unter uns wächst.
Auch auf diese Weise loben wir Gott und folgen Jesus nach.
Gemeinsam wollen wir unsere Osterfreude sichtbar machen, dankbar füreinander da sein und aufeinander zu gehen und Gott loben und danken.
Laßt uns lobsingen vor unserem Gott, der uns erlöst hat vom ewigen Tod.
Sünd ist vergeben, Halleluja! Jesus bringt Leben, Halleluja!
AMEN
Katharina Möller, Mississauga




Predigt in der St. Georgskirche



Liedmeditation: EG 497 Ich weiß, mein Gott, daß all mein Tun

Gnade sei mit uns und Friede von Gott, unserem Vater und unserem Herrn Jesus Christus.

Liebe Gemeinde!
Heute wollen wir in der Predigt über ein Lied des Liederdichters Paul-Gerhard nachdenken.
Er wurde vor 400 Jahren, im Jahr 1607 in Gräfenhainichen geboren und starb 1676.
Er studierte Theologie und dichtete sehr viele Lieder, die schon sehr bald in die Gesangbücher seiner Zeit aufgenommen wurden. Viele davon dichtete er in der schweren Zeit des 30-jährigen Krieges (1618-1648) und danach. Seine Lieder sind bis heute bekannt und beliebt, wie z.B. “Die güldene Sonne“, „Befiehl Du deine Wege“, „Sollt ich meinem Gott nicht singen“ oder „Geh aus mein Herz“ . Alle seine Lieder haben sehr viele Strophen und helfen oft auf ganz besondere Weise, tiefe Glaubensinhalte zu verstehen.
Das Lied: „Ich weiß mein Gott, daß all mein Tun“ dichtete Paul Gerhard im Jahr 1653. In dieser Zeit war er Pfarrer in seiner ersten Pfarrstelle, in Mittenwalde, im Land Brandenburg.
1. Ich weiß, mein Gott, daß all mein Tun und Werk in deinem Willen ruhn,
von dir kommt Glück und Segen;
was du regierst, das geht und steht auf rechten, guten Wegen.
2. Es steht in keines Menschen Macht, daß sein Rat werd ins Werk gebracht
und seines Gangs sich freue;
des Höchsten Rat, der macht's allein, daß Menschenrat gedeihe.
3. Es fängt so mancher weise Mann ein gutes Werk zwar fröhlich an
und bringt's doch nicht zum Stande;
er baut ein Schloß und festes Haus, doch nur auf lauterm Sande.
Die erste Strophe unseres Liedes ist wie eine Überschrift. Das Lied beginnt mit dem Wort „Ich“.
Es will aber nicht den Menschen in den Mittelpunkt stellen, sondern sein Leben in Beziehung zu Gott setzen. Wenn ein Lied in der „Ich Form“ geschrieben ist, fällt es denen, die dieses Lied singen oder beten manchmal leichter, sich damit zu identifizieren, d.h. den Liedtext auf sich selbst zu beziehen.
Paul Gerhardt bezieht sich in dieser ersten Strophe auf ein Wort des Propheten Jeremia.
„Ich weiß Herr, daß des Menschen Tun nicht in seiner Gewalt steht und es liegt in
niemandes Macht, wie er wandle oder seinen Gang richte.“ (Jeremia 10,23)
Es ist wichtig, daß wir uns in unserem Leben auf Gott verlassen und nach seinem Willen fragen.
Dann ist Gottes Segen mit uns und wir finden gute Wege.
In der 2. und 3. Strophe wird diese Aussage begründet:
Wir brauchen Gottes Rat, damit wir etwas bewirken können. Dann haben wir ein gutes und sicheres Fundament für alles, was wir tun.
Wenn wir uns nur auf uns selbst verlassen und denken, daß wir alles aus eigener Kraft tun können, kann alles was wir tun auch schnell wieder zerbrechen oder verloren gehen. Dann ist alles nur oberflächlich durchdacht und in schwierigen Situationen kann alles einstürzen, wie das Haus, das nur auf Sand gebaut wurde. (Matthäus 7,26-27)
4. Verleihe mir das edle Licht, das sich von deinem Angesicht
in fromme Seelen strecket
und da der rechten Weisheit Kraft durch deine Kraft erwecket.
5. Gib mir Verstand aus deiner Höh, auf daß ich ja nicht ruh und steh
auf meinem eignen Willen;
sei du mein Freund und treuer Rat, was recht ist, zu erfüllen.
6. Prüf alles wohl, und was mir gut, das gib mir ein;
was Fleisch und Blut erwählet, das verwehre.
Der höchste Zweck, das beste Teil sei deine Lieb und Ehre.
7. Was dir gefällt, das laß auch mir, o meiner Seelen Sonn und Zier,
gefallen und belieben;
was dir zuwider, laß mich nicht in Werk und Tat verüben.
8. Ist's Werk von dir, so hilf zu Glück, ist's Menschentun, so treib zurück
und ändre meine Sinnen.
Was du nicht wirkst, das pflegt von selbst in kurzem zu zerrinnen.
Schon oft gab es einen Widerspruch zwischen dem, was wir selbst wollen oder wollten und dem, was Gottes Wille ist.
In diesen Versen wird darum gebetet, daß Gott uns Weisheit, Rat und Verstand geben möge, das Richtige zu tun. Diese Bitten erinnern an das Gebet des Königs Salomo, der sich von Gott ein gehorsames Herz und Weisheit erbat, damit er sein Volk richtig regieren konnte.(1. Könige 3,1-15).
Wir wollen Gott bitten, uns auch in unserer Zeit Weisheit zu geben und uns zu helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dann gehen wir nicht einfach den bequemeren Weg, sondern überlegen, was wirklich sinnvoll ist. Wir machen die Bitte aus dem Vaterunser zu unserer Bitte: „Dein Wille geschehe!“
Wir bitten Gott auch, daß er uns zeigen möge, wo wir Fehler machen und uns vielleicht zu sehr vom Geist der Zeit beeinflussen lassen. Nicht immer ist der einfachere Weg der Weg, den wir gehen sollen. Oft erkennen wir erst am Ende, warum Gott uns diesen Weg zeigte und unser Gebet nicht so beantwortet wurde, wie wir es uns zuerst gewünscht hätten.
Wichtig ist, daß wir unser Tun in Beziehung zu Gottes Willen stellen, daß wir seine Liebe weiter geben und ihn loben und preisen
9. Tritt du zu mir und mache leicht, was mir sonst fast unmöglich deucht,
und bring zum guten Ende,
was du selbst angefangen hast durch Weisheit deiner Hände.
10. Ist ja der Anfang etwas schwer und muß ich auch ins tiefe Meer
der bittern Sorgen treten,
so treib mich nur, ohn Unterlaß zu seufzen und zu beten.
11. Wer fleißig betet und dir traut, wird alles, davor sonst ihm graut,
mit tapferm Mut bezwingen;
sein Sorgenstein wird in der Eil in tausend Stücke springen.
12. Der Weg zum Guten ist gar wild, mit Dorn und Hecken ausgefüllt;
doch wer ihn freudig gehet,
kommt endlich, Herr, durch deinen Geist, wo Freud und Wonne stehet.
Gott erwartet manchmal viel von uns. Er möchte, daß wir Jesus nachfolgen und ihn zum Vorbild unseres Lebens machen. Das heißt zum Beispiel, daß wir die Wahrheit sagen sollen, wo wir lieber schweigen würden, daß wir die Menschen sehen, die unsere Hilfe nötig haben und ohne Vorurteile aufeinander zu gehen.
Er möchte, daß wir uns für den Frieden, die Gerechtigkeit und für die Bewahrung der Schöpfung mit Liebe und Engagement einsetzen.
Er möchte, daß wir unseren Alltag unterbrechen, um da zu sein, wo es gerade nötig ist.. Es ist nicht immer leicht, so aufrichtig, ehrlich und umsichtig zu sein.
Manchmal kommen wir uns vor, als wären wir ganz allein und müßten „gegen den Strom“ schwimmen. Viele Fragen ergeben sich da: Warum soll gerade ich dieses tun? Gibt es nicht andere, die dafür viel besser geeignet sind?
Auch in der Bibel gibt es viele Menschen, von denen Gott mehr erwartet, als sie sich selbst zutrauen, denken wir zum Beispiel an die Berufung des Propheten Jeremia. (Jeremia 1)
Es ist nicht leicht, sich für etwas einzusetzen, von dem wir noch nicht wissen können, wie alles ausgeht und wo es am Anfang gleich viele Probleme gibt. Wollen und können wir uns überhaupt darauf einlassen? Manchmal ist der Weg voller Hindernisse und wir wissen nicht, wie wir sie überwinden können. Oft fühlen wir uns nicht stark genug, diesen Weg weiterzugehen. Wir fühlen uns wie im finsteren Tal und können den Weg zum Licht noch nicht sehen.
Immer wieder dürfen wir uns im Gebet an Gott wenden und ihn bitten, uns die Kraft zu geben, weiterzugehen und vorwärts zu sehen. Wir wissen, daß Gott uns sehr nahe ist, wenn wir nicht weiterwissen und keinen Ausweg sehen. Der aufrichtige und ehrliche Weg ist oft „wild, mit Dorn und Hecken ausgefüllt“ aber wenn wir dennoch weitergehen, werden einmal alle Lasten, die es uns so oft schwer gemacht haben, von uns abfallen.
Plötzlich erkennen andere, daß der von uns beschrittene Weg doch richtig war und gehen mit. Wir sind nicht mehr allein. Alles wird leichter und wieder gut.
Im Nachhinein sehen wir, daß wir all das nur schaffen konnten, weil Gott mit uns war und uns die Kraft des Heiligen Geistes gegeben hat.
Wir sollten solche Erfahrungen, die wir selbst einmal gemacht haben weitererzählen. Auf diese Weisen machen wir anderen Menschen Mut, Gott zu vertrauen und sich auch auf schwierige Wege einzulassen.
13. Du bist mein Vater, ich dein Kind; was ich bei mir nicht hab und find,
hast du zu aller G'nüge.
So hilf nur, daß ich meinen Stand wohl halt und herrlich siege.
14. Dein soll sein aller Ruhm und Ehr, ich will dein Tun je mehr und mehr
aus hocherfreuter Seelen
vor deinem Volk und aller Welt, so lang ich leb, erzählen.
Gott ist für uns wie ein Vater. Alles, was uns bewegt, dürfen wir vor ihm aussprechen.
Ihn wollen wir bitten, uns zu behüten und unser Leben zu lenken. Wir beten auch darum, daß er uns zeigen möge, wo wir seine Liebe sichtbar machen können. Wir wollen aufmerksam sein, daß wir Gottes Antworten auf unsere Gebete auch wahrnehmen und danach leben.
Dann bleiben wir auf dem Weg, der uns einst zum ewigen Leben führen wird.
Es ist wichtig, Gott dankbar zu sein und nicht zu vergessen oder zu verdrängen, wo wir seine Nähe besonders spüren durften. Wir wollen miteinander über unseren Glauben sprechen und dadurch immer mehr von der Größe Gottes verstehen.
Gemeinsam wollen wir in das Lob Gottes einstimmen und ihm dankbar sein. Dann vergessen wir nicht, was er für uns getan hat und tut. (Psalm 103,2)
Wir bitten Gott, daß wir sein Wort nicht überhören oder nicht beachten, sondern aufmerksam nach seinem Willen fragen.
Gott möge uns die Augen, die Ohren, das Herz und alle Sinne öffnen, daß wir seine Botschaft verstehen, annehmen und seine Liebe für andere Menschen sichtbar und fühlbar machen. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. AMEN.

Der Friede Gottes, der weiter reicht als wir denken können, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus, unserem Herrn. AMEN

Katharina Möller




Predigt am Ostersonntag

Text: 1. Kor.15,1-11

Gnade sei mit uns und Friede von Gott, unserem Vater und unserem Herrn Jesus Christus.

Liebe Gemeinde!
Es gibt viele Dinge, die sind in jedem Jahr genauso.
Z.B. feiern wir in jedem Jahr die Feste des Kirchenjahres und denken in dieser Weise besonders an das Leben Jesu. Wir gehen seinen Weg ein Stück mit, denken zu Weihnachten an seine Geburt und später in der Passionszeit an sein Leiden und alles, was er für uns getan hat.
In den vergangenen Tagen haben wir an sein Sterben und seinen Tod gedacht und an alles, was er für jeden von uns auf sich genommen hat.
Heute dürfen wir fröhlich sein, weil Ostern ist und wir seine Auferstehung feiern.
Wir brauchen feste Punkte in Jahr, denn ohne sie gäbe es keine besonderen Höhepunkte und unser Jahr würde an Bedeutung verlieren.
Es gibt noch mehr feste Punkte, die für uns wichtig sind.
Ich denke an die Jahreszeiten und daran, daß der Frühling nach dem langen kalten Winter jetzt wiederkommt und die Natur zu neuem Leben erwacht.
Es ist schön, daß unser Osterfest und der Frühling zusammenfallen. Es gibt auch in unserem persönlichen Leben besondere Tage. Ich denke an Geburtstage und Hochzeitstage und viele andere Tage, die uns an etwas besonderes erinneren.
Wir brauchen diese Tage, um wichtiges nicht zu vergessen und uns zu erinnern.
Unser Predigttext heute ist auch eine Erinnerung für uns.
Paulus schreibt in seinem Brief an die Korinther über zwei Grundaussagen christlichen Glaubens:
Jesus Christus ist für unsere Sünden gestorben nach der Schrift.
Er wurde begraben und ist auferstanden am dritten Tage nach der Schrift.
In zwei Sätzen wird das wichtige Ostergeschehen zusammengefaßt.
Jesus ist auferstanden, am dritten Tag, nachdem er vorher für unsere Sünden gestorben ist und auch begraben wurde.
Eigentlich hat Paulus diese Sätze übernommen. Schon in den ersten Gemeinden gab es feste Glaubensätze über Jesus, die immer wieder genauso weitergesagt wurden.
Jesus Christus ist für unsere Sünden gestorben nach der Schrift.
Er wurde begraben und ist auferstanden am dritten Tage nach der Schrift.

Paulus führt Zeugen auf, die den auferstandenen Jesus gesehen haben. Er nennt hier nicht die Frauen, die die ersten Auferstehungszeugen wasren, da sie zur damaligen Zeit keine offiziellen Zeugen sein durften.
Er zählt die Zeugen der Reihe nach auf:
Petrus, der auch Kephas genannt wurde,
die Zwölf, das war eine feststehende Bezeichnung für die Jünger jesu, auch wenn es zu dem Zeitpunkt ohne Judas ja nur 11 Jünger waren,
500 Brüder, von denen Paulus noch berichtet, daß viele noch leben, einige aber auch schon gestorben sind. So haben die Korinther, an die Paulus den Brief schreibt, auch noch die Möglichkeit, Augenzeugen über die Auferstehuing zu befragen.
Paulus zählt noch weitere Zeugen auf:
Jakobus, den Bruder Jesu, alle Apostel und schließlich sich selbst.
Durch die Aufführung der vielen Zeugen will er die beiden Sätze über Jesus noch glaubhafter machen. Er will, daß nun alle glauben und sich von der großen Freude anstecken lassen.
Wir wissen heute, daß es im Neuen Testament sehr viele Berichte über die Auferstehung Jesu gibt. In jedem Evangelium wird darüber berichtet.
Jesus Christus ist für unsere Sünden gestorben nach der Schrift.
Er wurde begraben und ist auferstanden am dritten Tage nach der Schrift

Diese Worte ein erstes Glaubensbekenntnis der ersten Gemeinden.
Unser Glaubensbekenntnis beinhaltet diese Aussagen auch, auch wenn sie noch durch einige Tatsachen der Leidensgeschichte ergänzt sind.
Ich glaube an Jesus Christus....
gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am 3. Tage auferstanden von den Toten....
So bekennen wir es in jedem Sonntagsgottesdienst. Wir sagen auf diese Weise, daß wir an unserem Bekenntnis festhalten wollen und selbst „Ja“ dazu sagen.
Es gibt feste Glaubensinhalte. Das ist gut für uns und von dieser Grundlage aus können wir unseren Glauben erklären.
Diese Sätze im Glaubensbekenntnis und auch in unserem Text fassen das wichtige Ostergeschehen zusammen.
Manchmal ist es gut, erinnert zu werden. So erinnert uns der Gottesdienst am Sonntag zum Beispiel daran, dass wir in Gottes Liebe leben dürfen und daß er seinen Sohn in unsere Welt gesandt hat, um uns von der Macht des Todes und des Bösen zu befreien. Wir denken auch immer wieder daran, daß seine Liebe allen Menschen gilt. Nicht nur der Ostersonntag, jeder Sonntag soll uns an die Auferstehung jesu erinneren.
Wir denken gemeinsam darüber nach, was es heute bedeutet, Jesus nachzufolgen.
Jesus Christus ist für unsere Sünden gestorben nach der Schrift.
Er wurde begraben und ist auferstanden am dritten Tage nach der Schrift
Wir brauchen solche starken Glaubenssätze in den unterschiedlichsten Situationen unseres Lebens.
Wir brauchen sie, wenn ein Kind getauft wird, weil wir wollen, daß es auch zu Jesus gehört und für immer in seiner Liebe leben darf.
Wir brauchen sie, wenn es uns gut geht, damit wir Gott gegenüber dankbar dafür sind.
Wir brauchen diesen Auferstehungsglauben, um auch selbst vergeben zu können, weil Jesus alle unsere Sünden auf sich genommen hat.
Wir brauchen feste Glaubenssätze, die wir schon unser ganzes Leben gebetet haben, wenn wir ganz tief unten sind oder von einem lieben Menschen Abschied nehmen müssen.
Jesus gibt uns den Halt, den wir für unser Leben brauchen.
Durch seine Auferstehung dürfen wir wissen, daß Menschen, die wir liebten und die heimgerufen wurden in Gottes Hand bleiben. Das ist der einzige Trost, wenn wir Abschied nehmen müssen. Auf diese Weise bekommen wir einen kleinen Einblick in das, was sich durch die Auferstehung Jesu verändert hat und für uns möglich wurde.
Wir können längst nicht alles begreifen und haben viele Fragen. Aber wir dürfen ein wenig von der Wirklichkeit Gottes verstehen.
So dürfen wir uns darauf verlassen, daß die Auferstehung Jesu uns selbst direkt betrifft. Dafür können wir dankbar sein und immer neu in Hoffnung leben und für uns selbst inneren Frieden finden.
Wir haben viel Grund zu Freude, mehr als wir es uns wirklich vorstellen können. Ostern ist ein fröhliches Fest, weil sich durch Jesus alles für uns geändert hat. Die Liebe Gottes hat über den Tod gesiegt.
Jesus hat es ermöglicht, daß auch wir ewiges Leben haben dürfen und niemals verloren gehen. Das gibt uns Hoffnung und Kraft, unseren Weg weiterzugehen und die Möglichkeit, füreinander da zu sein.
Wir wissen, daß es in unserer Welt noch immer viel Böses gibt und wir leiden oft unter Ungerechtigkeiten, dem Unfrieden und vielen Dingen, die nicht in Ordnung sind. Sehr vieles belastet uns auch heute.
Durch die Auferstehung Jesu zu Ostern dürfen wir aber wissen, daß das Böse nicht das letzte Wort hat, sondern in seiner Endgültigkeit schon besiegt ist.
Am Ende steht die Liebe Gottes, der für uns wie ein Vater sein will.
Darauf dürfen wir uns verlassen und das kann uns Hoffnung und Mut geben, wenn wir verzweifelt sind und uns mit viel Ungerechtigkeit auseinandersetzen müssen.
Die Liebe Gottes bleibt und nichts kann uns davon trennen. Dieser Satz hat durch die Auferstehung Jesu für immer Gültigkeit.
Wir sind so dankbar, daß Jesus so unermeßlich viel für uns getan hat.
Deshalb wollen wir fröhlich in die Osterbotschaft mit einstimmen.
Der Herr ist auferstanden....er ist wahrhaftig auferstanden!
Halleluja! AMEN.

Der Friede Gottes, der weiter reicht als wir denken können, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus, unserem Herrn. AMEN

Katharina Möller




Predigt
in der St.Georgskirche
Text: Apostelgeschichte 10, 34-35
Nun erfahre ich die Wahrheit, daß Gott nicht die Person ansieht; sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und recht tut, der ist ihm angenehm.

Liebe Gemeinde!

Überall gibt es Christen. Für uns heute ist es normal, daß sich die christliche Gemeinde in alle Himmelsrichtungen ausgedehnt hat und annähernd in jedem Land unserer Erde Christen leben. Der Wochenspruch von dieser Woche ist eindeutig.
Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden,
die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.
Lukas13,29

Als die ersten Gemeinden entstanden, war diese Situation anders. Zunächst verbreitete sich der Glaube an Jesus Christus unter den Menschen im Volk Israel. Sie wußten viel über den Messias aus dem Alten Testament . Vielleicht hatten sie selbst etwas von Jesus gehört oder durch Augenzeugen war ihnen von Jesus berichtet worden oder sie hatten ihn vielleicht sogar selbst gesehen und erlebt.
Petrus erzählte in dieser Zeit sehr viel von allem, was er und die anderen Jünger mit Jesus erlebt hatten. Durch den Heiligen Geist hatte er die Kraft, viele Menschen wirklich anzusprechen, so daß sie auch zu Jesus gehören wollten und Mitglieder der ersten christlichen Gemeinden wurden. Viele neue Gemeinden wurden in dieser ersten Zeit gegründet.
Bis zu einem besonderen Erlebnis war Petrus der Ansicht, daß die frohe Botschaft von Jesus nur im Volk Israel verkündet werden sollte.
In der Apostelgeschichte im 10.Kapitel wird uns vom Hauptmann Kornelius berichtet.
Er gehört der römischen Besatzungsmacht an, die natürlich im damaligen Israel nicht beliebt war.
Von diesem Hauptmann wird nun berichtet, daß er fromm und gottesfürchtig ist und viele Almosen an das Volk gab. Er ist anders, als andere in der Besatzungsmacht, die nur an sich selbst denken und das Volk, so sehr, wie sie es nur können, unterdrücken.
Als der Hauptmann Kornelius wieder einmal betet, hat er eine Erscheinung:
Er sah deutlich einen Engel Gottes bei sich eintreten; der sprach zu ihm: Kornelius!
4 Er aber sah ihn an, erschrak und fragte: Herr, was ist?
Der sprach zu ihm:
Deine Gebete und deine Almosen sind vor Gott gekommen und er hat ihrer gedacht.
5 Und nun sende Männer nach Joppe und lass holen Simon mit dem Beinamen Petrus.
6 Der ist zu Gast bei einem Gerber Simon, dessen Haus am Meer liegt.
Kornelius schickt sofort zwei Boten los, um Petrus in sein Haus einzuladen.
Sie bitten Petrus schließlich, mit nach Caesaräa zu kommen. Petrus bewirtet und beherget diese beiden Boten für eine Nacht und am nächsten Tag machen sie sich auf den Weg.
Im Haus des Kornelius angekommen, geschieht etwas ungewöhnliches:
Der Hauptmann Kornelius hat seine ganze Familie und Freunde versammelt.
Als Petrus herein kommt, kniet Kornelius vor ihm nieder und betet ihn an.
Ein Mensch, den Gott sendet, empfindet Kornelius als heilig.
Petrus aber hilft ihm auf und sagt:
26 „Steh auf, ich bin doch auch nur ein Mensch!“
Petrus beginnt, mit diesen Menschen zu reden.
Zuerst schildert er ihnen seine Situation:
Als jüdischer Mann darf er eigentlich nicht mit Fremden umgehen. Aber Gott hat ihm jetzt gezeigt, daß man eigentlich keinen Menschen meiden darf. Deshalb ist Petrus gekommen. Kornelius erzählt ihm von seinem Traum und bittet ihn nun, alles über Gott und Jesus zu erzählen.
Petrus bringt die frohe Botschaft zu Kornelius, seiner Familie und allen, die sich versammelt haben. Er erzählt von Jesus Christus,von seiner Liebe zu allen Menschen.
Vielleicht ist er mehrere Tage in Cäesarea geblieben.
Petrus wächst durch diese Begegnung mit Kornelius und den Menschen des römischen Volkes über seine eigenen Erfahrungen hinaus. Als er sieht, wie sie den Glauben annehmen, wird ihm deutlich:
Nun erfahre ich die Wahrheit, daß Gott nicht die Person ansieht;
sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und recht tut, der ist ihm angenehm.

Petrus kommt durch diese neue Erfahrung mit Kornelius in seinem eigenen Denken weiter:
Er erkennt, daß die Liebe Gottes weiter reicht, daß sie nicht nur ein Volk umschließt, sondern daß sie sich auf all die Menschen ausbreitet, die den Glauben an Jesus annehmen wollen.
Kornelius und seine Familie lassen sich taufen und gehören von da an zur großen Gemeinde Jesu Christi dazu. Sie gehörten zu den ersten Christen, die aus anderen Ländern kamen.
Kornelius und alle, die zu ihm gehören, sind beschenkt worden: Sie hörten von Jesus Christus und konnten seine Liebe und alles, was er für die Menschen tat, verstehen und annehmen. Sie durften einen neuen Anfang machen.
Petrus wurde auch beschenkt: Sein Blickfeld hat sich erweitert.
Wir können uns vorstellen, daß es ihm nicht leicht fiel, den Ruf des Kornelius nach Caesaräa nachzukommen. Da gab es viele Fragen und auch, wie sich das mit den jüdischen Gesetzen, die er von Kind auf gelernt hattte, vereinbaren ließ.
Vielleicht war er nicht begeistert, sich auf diesen neuen Weg zu machen. Zum Schluß wächst daraus gerade seine Erkenntnis und er kann die Liebe Gottes in einem größeren Zusammenhang begreifen. Die Liebe Gottes hört nicht auf, sie läßt sich nicht auf ein Volk begrenzen.
Die Liebe Gottes dehnt sich aus, wo es nur möglich ist.
Mehrere Punkte an dieser Geschichte sprechen uns an.
Manchmal ist es nötig, sich auf neue Wege einzulassen. Sie helfen uns, auf unserem eigenen Weg weiterzukommen. Manchmal ist es uns zunächst unbequem, etwas neues anzufangen.
Wir müssen uns umgewöhnen, vielleicht gibt es Schwierigkeiten, die wir noch nicht kennen.
Vielleicht müssen wir manchmal über unseren eigenen Schatten springen, d.h. etwas tun, was wir uns vorher selbst nicht zugetraut haben oder was wir nie machen wollten. Es ist auch nötig, erste Schritte zu tun und auf diese Weise neue Türen zu öffnen.
Aber wenn wir es aber gewagt haben, freuen wir uns. Neue Möglichkeiten tun sich auf, die unser Leben bereichern.
Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden,
die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.
Lukas13,29
Menschen aus allen Ländern gehören zu der großen Gemeinde Jesu Christi. Wir wollen sie als Schwestern und Brüder ansehen. Natürlich gibt es viele Unterschiede zwischen Menschen.
Diese Vielfalt ist kein Grund für Vorurteile oder Abgrenzungen, sondern diese Vielfalt ist eine große Bereicherung für uns alle.
Manches sehen wir anders, weil wir eine andere Vergangenheit hatten oder in einem anderen Land aufgewachsen sind.
Wir wollen die Besonderheiten anderer Völker akzeptieren und diese Vielfalt als eine große Chance wahrnehmen.
Dann sind wir aneinander interessiert und machen Schritte aufeinander zu.
Kein Mensch und auch kein Volk hat es nötig, vor einem anderen niederzuknien, weil wir alle Kinder Gottes sind. Das wollen wir nicht vergessen.

Der Glaube an Jesus Christus richtet unseren Blick auf die ganze Welt.
Es geht um eine große Offenheit über Grenzen hinweg. Die Liebe Gottes schließt niemanden aus. Gott hat alle Menschen gleich lieb.
Vielleicht können wir manchen unserer Mitmenschen so in einem anderen, größeren Zusammenhang sehen. Wir wollen uns nicht begrenzen und abschirmen.
Wir wollen uns zutrauen, über unseren Glauben zu reden und ihn an andere Menschen weiterzugeben. Auch heute sind viele Menschen auf der Suche nach einem Leben in der Geborgenheit Jesu, auch wenn sie es vielleicht noch nicht so äußern können.
Gott zeige auch uns immer neu, was wir füreinander tun können.
Er gebe uns die Kraft, diese Wege auch zu gehen, wenn sie uns zunächst neu oder ungewöhnlich vorkommen.
Gott schenke uns seinen Segen, wenn wir im Namen Jesu Christi aufeinander zu gehen. Gott schenke uns Liebe und Geborgenheit in der weltweiten Familie aller Christen. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.
AMEN.

Der Friede Gottes, der weiter reicht als wir denken können, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus, unserem Herrn. AMEN

Katharina Möller


Predigt am Pfingstsonntag

In der St. Georgskirche

Konfirmation Rebekka Möller

Text: Matthäus 5,13a: Jesus spricht: Ihr seid das Salz der Erde

Gnade sei mit uns und Frieden von Gott, unserem Vater und unserem Herrn Jesus Christus.Amen.

Liebe Gemeinde!

Rebekka hat sich ein Wort Jesu als Konfirmationsspruch ausgesucht, das im Matthäusevangelium direkt nach den Seligpreisungen steht und zur Bergpredigt gehört: Jesus spricht: Ihr seid das Salz der Erde. Der Kirchentag in Stuttgart hatte dieses Jesuswort zum Thema. 5 Tage lang war dieses Wort im Mittelpunkt und mehr als 100 000 Christen haben sich damit beschäftigt. Wir haben dadurch eine besondere Verbindung zu diesem Wort bekommen und vieles ist uns in Erinnerung geblieben. Mitten auf dem Schloßplatz in Stuttgart war ein 5 m hoher Salzberg, der ungefähr 400 Tonnen Salz beinhaltete. Kleine Salzsäckchen wurden davon abgefüllt und in alle Welt verkauft.Das ist der Salzberg.
Dieses Salzsäckchen haben wir uns von dem Kirchentag mitgebracht. Jesus spricht: Ihr seid das Salz der Erde Jesus hat dieses Wort zu seinen Jüngern und all den vielen Menschen gesagt, die seiner Predigt zuhörten. Heute werden wir davon angesprochen und Du hast Dir dieses Wort als Spruch für Deine Konfirmation ausgesucht, der Dich durch Dein Leben begleiten soll. Jesus gibt Dir und uns allen einen Auftrag und traut uns etwas zu. Wir wollen uns diesen einen Satz Jesu einmal ansehen und in seinen einzelnen Worten auf uns wirken lassen: Jesus spricht: Ihr seid das Salz der Erde In diesem "Ihr" erkennen wir die Gemeinschaft unter uns. Wir alle sind angesprochen, aber auch jeder Einzelne ist gemeint. Das Wort ist für alle Christen in der Welt wichtig, aber auch für jeden von uns und heute besonders für Dich, Rebekka! Unsere Gemeinschaft setzt sich aus vielen einzelnen Menschen zusammen, so wie auch das Salz aus vielen einzelnen Körnchen besteht, die aber alle Kraft in sich haben. Jesus sagt nicht, manche von Euch sind wie das Salz für die Erde. IHR seid das Salz dieser Erde, jede und jeder, der zu Jesus gehört, der getauft ist und in seiner Gemeinde leben will. Keiner ist davon ausgeschlossen. Jesus spricht: Ihr seid das Salz dieser Erde Hier liegt die Betonung auf dem "seid". Jesus knüpft sein Vertauen in uns nicht an Vorbedingungen. Wir müssen nicht erst so werden, wir sind, wie das Salz für die Erde. Jesus traut uns etwas zu, auch wenn wir manchmal ängstlich sind und uns viel zu gering fühlen, in unserer Welt etwas zu bewirken. Er möchte, daß wir das Reich Gottes in unserer Zeit weiterbauen. Jesus spricht: Ihr seid das Salz dieser Erde Was bedeutet eigentlich das Salz für unsere Erde? Salz wurde früher als "weißes Gold" bezeichnet. Salz verleiht dem Leben Würze und Geschmack. Salz ist heilend und tut gut. Wir kennen Salzcreme, Badesalz und Solebäder. Salz reinigt die Luft und hilft uns, aufzuatmen. Salz macht haltbar, es war zur Zeit Jesu das einzige Konservierungsmittel.

Früher wurden oft Städte nach ihrem Salzvorkommen benannt: Salzburg, Salzgitter, Bad Salzungen aber sicher auch Salt-Lake City u.a. Das Salz hat eine lebenserhaltende bewahrende Kraft und wir brauchen es alle. Mineralien sind wichtig für unseren Körper. Das Salz verfeinert den Geschmack und ist aus der Küche nicht wegzudenken. Salz ist lebenswichtig und unentbehrlich . Jesus stellt das Salz der Erde mit dem Licht der Welt gleich. Beides brauchen wir unbedingt für unser Leben. Salz wirkt auch schon in kleinen Mengen. Jesus spricht: Ihr seid das Salz dieser Erde Auf der Erde soll das Reich Gottes errichtet werden. Es geht nicht um ein Volk, ein Land, eine Stadt oder eine Gemeinde. Es geht um die ganze Erde. Wir erkennen, wie groß der Auftrag Jesu ist. Wir wissen um unsere Erde, um Not und Krieg, Gleichgültigkeit, Egoismus, Überfluß und Reichtum. Jesus ermahnt uns, das nicht mitzumachen, sondern uns für den Frieden, die Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen. Wir können nicht alles verändern. Überall gibt es Christen, die durch Jesus beauftragt sind. Keiner kann alles tun. Aber Salz wirkt auch in kleinen Mengen. Wir brauchen keine Angst zu haben, wenn wir eine kleine Gemeinde sind oder uns allein vorkommen. Jesus hat uns diesen Auftrag gegeben, in alle Welt zu gehen und alle Völker zu Jüngern zu machen und seine frohe Botschaft weiterzusagen. Jesus verspricht uns aber auch, bei uns zu sein. Er läßt uns nicht allein. Das gilt für unser ganzes Leben und auch für deine Zukunft, Rebekka. Wir wissen selbst, wieviel ein kleines Körnchen Salz, ein kleines Körnchen Wahrheit oder ein Lichtblick bedeuten können. Viel geht davon aus, wenn wir es mal auf kleinen Raum betrachten. Es ist wichtig, daß wir die Hoffnung behalten, Wertvorstellungen für unser Leben haben und unser Ziel nicht aus den Augen verlieren. Wir bauen das Reich Gottes mit auf. Viele Menschen wandern heute ohne Ziel durch die Zeit. Vielleicht warten sie darauf, daß wir sie ansprechen und einladen. Das kann das Leben anderer Menschen verändern und neu gestalten. Vielleicht finden sie Freude daran, zur Gemeinde Jesu Christi zu gehören, weil sie von der Art, wie wir miteinander umgehen, beeindruckt sind, so wie es damals in der ersten Gemeinde war. Wir folgen Jesus nach und versuchen Gott zu lieben und unseren Nächsten, wie uns selbst. Wir nehmen die vielen Worte in der Bibel über die Liebe mit in unser Leben auf und helfen einander. Wir leben in Offenheit, teilen miteinander und fragen nach dem Wort Gottes in unserer Situation. Wir passen uns nicht unserer Zeit und der aktuellen Meinung an, sondern fragen immer wieder nach Gottes Willen. Jesus traut uns auch heute etwas zu. Die gute Nachricht von Gott ist so wichtig, wie das Salz für die Erde. Auch an jedem von uns liegt es, ob sie sich weiter ausbreitet oder nicht genug zum Tragen kommt. Jesus läßt uns mit diesem großen Anspruch und Auftrag nicht allein. Auch heute schenkt er uns seinen Heiligen Geist, der uns hilft, das Wort Gottes zu bewahren und danach zu leben, es aber auch wirkungsvoll weiterzusagen!

Wir dürfen uns darauf verlassen, daß Jesus bei uns ist, wenn wir über unseren Glauben sprechen und füreinander da sind. Wir können einander zuhören und trösten, füreinander beten und manches tun, um unsere Gemeinde zu unterstützen und weiterzubringen. Jeder und jede hat besondere Fähigkeiten, die wir auch nutzen sollen. Nichts von dem, was wir tun, ist wirkungslos, auch wenn wir es manchmal für uns so annehmen. ( auch kleine Körnchen Salz sind nicht wirkungslos...) Wir wissen oft nicht, wie ein Wort das Leben eines Menschen verändern kann. Wir wissen nicht, wie tief sich der Glaube verwurzeln kann, den Eltern und Großeltern an ihre Kinder und Enkelkinder weitergeben. Wir wissen auch nicht, wie gut es manchen getan hat, daß wir da waren und zuhören konnten. Wir wissen oft auch nicht, was ein ehrliches Wort von uns oder Wissen, das wir weitergegeben haben, wirklich bewirkt hat. Manchmal wissen wir auch nicht, woher die Kraft in uns kam, etwas mit zu verändern oder wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Wir bekommen alles, was wir brauchen, an jedem neuen Tag. Wir haben einen Auftrag und wir wissen, daß unser Leben nicht verloren geht, sondern ein Ziel hat. Einst dürfen wir für immer zum Reich Gottes gehören und geborgen sein. Das gibt uns Hoffnung und Zuversicht, immer wieder neu dankbar zu sein und nicht nur die negativen Seiten des Lebens zu bedenken. Wir haben viel Grund zur Dankbarkeit und Freude. Das wollen wir nicht vergessen und es immer neu annehmen und weitersagen. Jesus spricht: Ihr seid das Salz der Erde Das ist eine große Verpflichtung und Aufgabe. Wir bitten Gott, daß er unseren Glauben stärkt und uns durch seinen Heiligen Geist die Kraft schenkt, daß wir auch in unserer Zeit das Salz der Erde sein können.

AMEN.

Der Friede Gottes der weiter reicht als wir Menschen denken können, bewahre uns in Jesus Christus, unserem Herrn. Amen.

Katharina Möller